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PRESSE


LA VOZ DEL INTERIOR - 30/10/04

Eine Stiftung, die Schüler bei der Beendigung ihrer Ausbildung unterstützt

Die Stiftung COINED (Kommission für Bildungsaustausch e.V.), die sich seit mehr als 30 Jahren internationalen Tätigkeiten widmet, hat im Jahre 2001 in Argentinien ein Programm aufgebaut, das mittellosen Schülern ermöglicht, eine Schule zu besuchen und diese auch abzuschließen.
Dieses Programm heißt Oportunidad Educativa, fördert die Bildung direkt vor Ort und richtet sich an argentinische Schüler mit hohem Leistungspotential und geringen finanziellen Mitteln. Das Programm hat seinen Ursprung in Córdoba an der Schule IPEM 18, die von Schülern besucht wird, denen das Nötigste fehlt, um ihre Ausbildung abzuschließen.
Man ermöglicht den Schülern eine fundierte Ausbildung, indem Barrieren wie Geld- und Nahrungsmangel aus dem Weg geschafft werden. Gleichzeitig bietet das Programm allen Schülern die Möglichkeit, an einem Planspiel teilzunehmen, das die Wirklichkeit widerspiegelt. Hierbei übernehmen sie Verantwortung und profitieren von angebotenen Seminaren und Diskussionen.

Momentan werden zwölf Schüler auf allen erdenklichen Gebieten von COINED gefördert. Die Familien der Schüler erhalten alle 15 Tage ein Lebensmittelpaket, was vermeiden soll, dass die Schüler arbeiten anstatt in die Schule gehen.
Außerdem bekommen die Schüler Nachhilfe in den Fächern, in denen sie Schwierigkeiten haben. Des Weiteren erhalten sie eine jährliche medizinische Grunduntersuchung und werden - falls nötig - an einen Spezialisten überwiesen. Das Projekt unterstützt auch arbeitslose Eltern, indem es kleine Jobs und Tätigkeiten beschafft. Die Jugendlichen verkaufen überdies ihre selbst hergestellten Produkte auf dem Wochenmarkt.

Kontakt
Wer sich gerne als Freiwilliger bei COINED engagieren möchte, erfährt unter folgender Telefonnummer mehr:

(+54)351-422-6260 oder per E-mail: becas@intercoined.org

 

LA MAÑANA DE CORDOBA - 16/10/04

Eine Chance auf Bildung für mittellose Jugendliche – Eine Stiftung kümmert sich um Unterstützung in der Schule und Lebensmittelpakete für Schüler mit guten Noten. Das Programm verpflichtet auch Eltern, die Ausbildung ihrer Kinder mit zu unterstützen.

Guillermo Posada - Hauptredaktion

"Das Ganze begann 2001, als viele Kinder die Schule verließen oder in die Schule kamen und in der Klasse vor Hunger zusammen brachen“, erzählt Elida Michelitti, Physiklehrerin an der Schule IPEM 18 im Stadtviertel Granja de Funes II. „Uns war klar“, fährt sie fort, „dass die Aufgabe nicht nur darin bestehen sollte, die Schüler hier mit Essen zu versorgen, sondern dass man auch die Familien unterstützen müsste, damit die Schüler effektiv lernen und Leistung erbringen können, ausreichend ernährt werden und nicht die Schule abbrechen, um arbeiten zu gehen.“".

Der Ursprung des von der Kommission für Bildungsaustausch e.V. (COINED) ins Leben gerufenen Projekts Oportunidad Educativa liegt in der Idee der Lehrerin, gepaart mit dem Engagement der Institution COINED, die ihre Wurzeln in Deutschland hat und auch in Córdoba/Argentinien ansässig ist. Seit mehr als 30 Jahren widmet sie sich dem Bildungsaustausch von Schülern und Studenten, mit dem Ziel, andere Sprachen und Kulturen kennen zu lernen. Letztendlich war es aber auch die Antwort auf die Argentininien-Krise, die die Schwächsten der Gesellschaft am stärksten traf und deren Folgen bis heute spürbar sind. Die Hilflosigkeit, aus der es keinen Ausweg zu geben schien, spornte den Ehrgeiz und die Kreativität der Helfenden an. Diese waren sensibilisiert durch die hohe Anzahl der Jugendlichen, die ihre schulische Ausbildung abgebrochen haben und es bis heute noch tun.

"Wir glauben, dass wir zumindest im schulischen Kontext etwas verändern können, wenn wir den Familien helfen und engen Kontakt mit ihnen herstellen. Dieser soll bewirken, dass sie darauf achten, dass das Kind zur Schule geht“, erläutert Alfonsina Calderón, von Beruf Musikerin und seit einem Jahr bei COINED. Das Projekt funktioniert so, dass Jugendliche, die öffentliche Schulen im Randgebiet besuchen, besonderes Interesse am Lernen zeigen, gute schulische Leistungen erbringen und gutes Verhalten an den Tag legen, in Form von Unterrichtsmaterialien und Lebensmittelpaketen für die Familie unterstützt werden. Dies wird in die Tat umgesetzt, indem die Jugendlichen nicht gezwungen sind, ihre Ausbildung zu beenden, um Geld für die Familie zu verdienen.

So beziehen ihre Familien alle 15 Tage ein Lebensmittelpaket, das die Eltern in der Schule abholen können. Außerdem bekommen die Schüler jeden Samstag Nachhilfeunterricht in den Fächern Mathematik, Englisch, den anderen Fremdsprachen und Fächern, in denen sie auf Grund des niedrigen Unterrichtsniveaus, Probleme haben.

Falls die Schüler einen langen Schulweg haben, erhalten sie zusätzlich Geld, mit dem sie die tägliche Anfahrt zur Schule mit öffentlichen Verkehrsmitteln bezahlen können. „Obwohl es ungewöhnlich scheint, verlassen viele Kinder die Schule, weil sie sich die Hin- und Rückfahrt einfach nicht leisten können“, schildert Silvia Meinardi, die für die Lieferung der Lebensmittelpakete an die einzelnen Familien verantwortlich ist. Jeder Schüler hat einen Tutor an seiner Schule, der seine Leistungen während des Schuljahres überwacht und kontrolliert, ob sich die Familie auch daran hält, ihrem Kind den Rücken zu stärken und für das Lernen zu motivieren. Inzwischen fördert Oportunidad Educativa - schon im 4. Jahr aktiv - zwölf Schüler zwischen 13 und 16 Jahren, die von ihren Lehrern gemäß der Bestimmungen von COINED vorgeschlagen worden sind. Die Familien der geförderten Schüler befinden sich in großer Armut und erhalten einen Haushaltsplan und kleine Gelegenheitsjobs, um den Lebensunterhalt zu verdienen. Ansonsten würden die Kinder zur Arbeit geschickt, damit die Familie ernährt werden kann, so wie es tausende andere Familien in der Stadt zu tun pflegen.

"Diese Situation hat zur Folge, dass die Jugendlichen mit der Schule aufhören. Letzen Endes verliert man sie so als zukünftig gebildete Erwachsene, die auf Grund der Bildung die Möglichkeiten hätten, die Lebensbedingungen zu verbessern und sich weiter zu entwickeln“, versichert Meinardi und beendet ihre Rede mit den Worten: „Die Arbeit der Stiftung Oportunidad Educativa besteht darin, Kinder aus den Randvierteln der Stadt in das Bildungssystem mit einzubinden und zwar in einer Form, die der Staat nicht bieten kann. Denn es gibt zu viele Fälle von Schulabbrüchen, teilweise bevor die Grundausbildung abgeschlossen worden ist."