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Eine Stiftung, die Schüler bei der Beendigung ihrer Ausbildung unterstützt
Die Stiftung COINED (Kommission für Bildungsaustausch e.V.), die sich seit mehr
als 30 Jahren internationalen Tätigkeiten widmet, hat im Jahre 2001 in Argentinien ein Programm aufgebaut, das mittellosen
Schülern ermöglicht, eine Schule zu besuchen und diese auch abzuschließen.
Dieses Programm heißt Oportunidad Educativa, fördert die Bildung direkt vor Ort und richtet
sich an argentinische Schüler mit hohem Leistungspotential und geringen finanziellen Mitteln. Das Programm hat seinen
Ursprung in Córdoba an der Schule IPEM 18, die von Schülern besucht wird, denen das Nötigste fehlt, um ihre Ausbildung
abzuschließen.
Man ermöglicht den Schülern eine fundierte Ausbildung, indem Barrieren wie
Geld- und Nahrungsmangel aus dem Weg geschafft werden. Gleichzeitig bietet das Programm allen Schülern die Möglichkeit,
an einem Planspiel teilzunehmen, das die Wirklichkeit widerspiegelt. Hierbei übernehmen sie Verantwortung und profitieren
von angebotenen Seminaren und Diskussionen.
Momentan werden zwölf Schüler auf allen erdenklichen Gebieten von COINED
gefördert. Die Familien der Schüler erhalten alle 15 Tage ein Lebensmittelpaket, was vermeiden soll, dass die Schüler
arbeiten anstatt in die Schule gehen.
Außerdem bekommen die Schüler Nachhilfe in den Fächern, in denen sie
Schwierigkeiten haben. Des Weiteren erhalten sie eine jährliche medizinische Grunduntersuchung und werden - falls
nötig - an einen Spezialisten überwiesen. Das Projekt unterstützt auch arbeitslose Eltern, indem es kleine Jobs und
Tätigkeiten beschafft. Die Jugendlichen verkaufen überdies ihre selbst hergestellten Produkte auf dem Wochenmarkt.
Kontakt
Wer sich gerne als Freiwilliger bei COINED engagieren möchte, erfährt unter folgender
Telefonnummer mehr:
(+54)351-422-6260 oder per E-mail: becas@intercoined.org
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Eine Chance auf Bildung für mittellose Jugendliche – Eine Stiftung kümmert sich um Unterstützung in der Schule und Lebensmittelpakete für Schüler mit guten Noten. Das Programm verpflichtet auch Eltern, die Ausbildung ihrer Kinder mit zu unterstützen.
Guillermo Posada - Hauptredaktion
"Das Ganze begann 2001, als viele Kinder die Schule verließen oder
in die Schule kamen und in der Klasse vor Hunger zusammen brachen“, erzählt Elida Michelitti, Physiklehrerin an der
Schule IPEM 18 im Stadtviertel Granja de Funes II. „Uns war klar“, fährt sie fort, „dass die Aufgabe nicht nur darin
bestehen sollte, die Schüler hier mit Essen zu versorgen, sondern dass man auch die Familien unterstützen müsste,
damit die Schüler effektiv lernen und Leistung erbringen können, ausreichend ernährt werden und nicht die Schule
abbrechen, um arbeiten zu gehen.“".
Der Ursprung des von der Kommission für Bildungsaustausch e.V. (COINED) ins Leben gerufenen Projekts
Oportunidad Educativa liegt in der Idee der Lehrerin, gepaart mit dem Engagement der Institution COINED, die ihre Wurzeln
in Deutschland hat und auch in Córdoba/Argentinien ansässig ist. Seit mehr als 30 Jahren widmet sie sich dem
Bildungsaustausch von Schülern und Studenten, mit dem Ziel, andere Sprachen und Kulturen kennen zu lernen. Letztendlich
war es aber auch die Antwort auf die Argentininien-Krise, die die Schwächsten der Gesellschaft am stärksten traf und
deren Folgen bis heute spürbar sind. Die Hilflosigkeit, aus der es keinen Ausweg zu geben schien, spornte den Ehrgeiz
und die Kreativität der Helfenden an. Diese waren sensibilisiert durch die hohe Anzahl der Jugendlichen, die ihre
schulische Ausbildung abgebrochen haben und es bis heute noch tun.
"Wir glauben, dass wir zumindest im schulischen Kontext etwas verändern
können, wenn wir den Familien helfen und engen Kontakt mit ihnen herstellen. Dieser soll bewirken, dass sie darauf achten,
dass das Kind zur Schule geht“, erläutert Alfonsina Calderón, von Beruf Musikerin und seit einem Jahr bei COINED.
Das Projekt funktioniert so, dass Jugendliche, die öffentliche Schulen im Randgebiet besuchen, besonderes Interesse am
Lernen zeigen, gute schulische Leistungen erbringen und gutes Verhalten an den Tag legen, in Form von
Unterrichtsmaterialien und Lebensmittelpaketen für die Familie unterstützt werden. Dies wird in die Tat umgesetzt,
indem die Jugendlichen nicht gezwungen sind, ihre Ausbildung zu beenden, um Geld für die Familie zu verdienen.
So beziehen ihre Familien alle 15 Tage ein Lebensmittelpaket, das die Eltern
in der Schule abholen können. Außerdem bekommen die Schüler jeden Samstag Nachhilfeunterricht in den Fächern Mathematik,
Englisch, den anderen Fremdsprachen und Fächern, in denen sie auf Grund des niedrigen Unterrichtsniveaus, Probleme haben.
Falls die Schüler einen langen Schulweg haben, erhalten sie zusätzlich Geld,
mit dem sie die tägliche Anfahrt zur Schule mit öffentlichen Verkehrsmitteln bezahlen können. „Obwohl es ungewöhnlich
scheint, verlassen viele Kinder die Schule, weil sie sich die Hin- und Rückfahrt einfach nicht leisten können“, schildert
Silvia Meinardi, die für die Lieferung der Lebensmittelpakete an die einzelnen Familien verantwortlich ist. Jeder
Schüler hat einen Tutor an seiner Schule, der seine Leistungen während des Schuljahres überwacht und kontrolliert,
ob sich die Familie auch daran hält, ihrem Kind den Rücken zu stärken und für das Lernen zu motivieren. Inzwischen
fördert Oportunidad Educativa - schon im 4. Jahr aktiv - zwölf Schüler zwischen 13 und 16 Jahren, die von ihren Lehrern
gemäß der Bestimmungen von COINED vorgeschlagen worden sind. Die Familien der geförderten Schüler befinden sich in großer
Armut und erhalten einen Haushaltsplan und kleine Gelegenheitsjobs, um den Lebensunterhalt zu verdienen. Ansonsten würden
die Kinder zur Arbeit geschickt, damit die Familie ernährt werden kann, so wie es tausende andere Familien in der Stadt
zu tun pflegen.
"Diese Situation hat zur Folge, dass die Jugendlichen mit der Schule aufhören. Letzen Endes
verliert man sie so als zukünftig gebildete Erwachsene, die auf Grund der Bildung die Möglichkeiten hätten, die
Lebensbedingungen zu verbessern und sich weiter zu entwickeln“, versichert Meinardi und beendet ihre Rede mit den Worten:
„Die Arbeit der Stiftung Oportunidad Educativa besteht darin, Kinder aus den Randvierteln der Stadt in das Bildungssystem
mit einzubinden und zwar in einer Form, die der Staat nicht bieten kann. Denn es gibt zu viele Fälle von Schulabbrüchen,
teilweise bevor die Grundausbildung abgeschlossen worden ist."
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